Reporting Services Datenquellen

Wenn Sie die Reporting Services nutzen wollen, um Berichte anzuzeigen, benötigen Sie dazu vor allem eines: Die Daten, die in den Berichten abgebildet werden sollen. Sie können nicht einfach wie in einer Access-Datenbank auf die Daten der aktuellen Datenbank zugreifen. Reporting Services sind vielmehr eine von den Datenquellen getrennte Instanz, der Sie erst einmal bekanntgeben müssen, welche Daten verwendet werden sollen. Das erledigen Sie mit der Definition sogenannter Datenquellen. Diese definieren Sie in verschiedenen Anwendungen. Alles rund um die Definition von Datenquellen für Reporting Services erfahren Sie in diesem Artikel!

Welche Reporting Services Datenquellen gibt es

Wenn Sie mit Reporting Services arbeiten, sind Sie im Gegensatz zu anderen Anwendungen wie Microsoft Access, wo Tabellen und Berichte in einer einzigen Datei untergebracht sind, nicht von einer einzigen Datenquelle abhängig. Streng genommen können Sie natürlich auch in einer Access-Datenbank Daten aus verschiedenen Quellen sammeln, indem Sie entsprechende Verknüpfungen dafür hinterlegen. Mit den Reporting Services haben Sie allerdings eine eigene Instanz, die nicht speziell etwa mit einer bestimmten SQL Server-Datenbank verknüpft ist. Stattdessen können Sie die zu erstellenden Berichte und Darstellungen unabhängig von den Anwendungen, in denen Sie die Daten verwalten, zusammenführen. Dementsprechend gibt es auch separate Möglichkeiten, um diese Berichte abzurufen – in der Regel über das Web-Portal der Reporting Services.

Sie können beispielsweise die folgenden Typen von Datenquellen nutzen:

  • Microsoft SQL Server- und Microsoft Azure-Datenbanken
  • Oracle, SAP BW, Hyperion, SharePoint-Listen, Teradata
  • OLE DB
  • ODBC
  • XML

Die Übersicht sieht überschaubar aus. Allerdings erhalten Sie allein mit ODBC nochmals Zugriff auf viele weitere Datenformate wie weitere Datenbanktypen, Excel-Tabellen et cetera.

Reporting Services Datenquellen mit verschiedenen Tools definieren

Microsoft bietet verschiedene Tools zum Definieren von Reporting Services Datenquellen an. Dabei handelt es sich um die folgenden – die Möglichkeiten in den verschiedenen Assistenten lassen wie einmal außen vor:

  • Visual Studio: in Projekten des Typs Berichtsserver-Assistent sowie Berichtsserverprojekt
  • Microsoft Report Builder
  • Web-Portal der Reporting Services

In den folgenden Abschnitten schauen wir uns die verschiedenen Möglichkeiten im Detail an.

Eingebettete oder freigegebene Datenquellen

Es gibt zwei Arten von Datenquellen:

  • Bei eingebetteten Datenquellen werden die Informationen mit der Definition des Berichts gespeichert. Sie kann dementsprechend auch nur von diesem Bericht verwendet werden.
  • Bei freigebenene Datenquellen sind die Definitionen der Datenquelle für alle Berichte verfügbar, die sich im gleichen Projekt befinden. Sie können freigegebene Datenquellen allerdings nicht von anderen Projekten aus verwenden.

Weiter unten zeigen wir, wie Sie die beiden Arten definieren können.

Reporting Services Datenquellen mit Visual Studio definieren

In Visual Studio definieren Sie Datenquellen für die Reporting Services in Projekten des Typs Berichtsserverprojekt-Assistent oder Berichtsserver-Projekt.

Nach dem Durchlaufen des Assistenten oder nach dem Öffnen eines Berichtsserver-Projekts ohne Assistent finden Sie im Projektmappen-Explorer einen Ordner namens Freigegebene Datenquellen vor. Mit einem Rechtsklick auf diesen Ordner zeigen Sie den Kontextmenübefehl Neue Datenquelle hinzufügen an (siehe Bild 1).

Hinzufügen einer Datenquelle in Visual Studio

Bild 1: Hinzufügen einer Datenquelle in Visual Studio

Freigegebene Datenquellen in Visual Studio erstellen

Anschließend erscheint der Dialog Eigenschaften der freigegebenen Datenquelle (siehe Bild 2). Hier geben Sie den Namen der Datenquelle ein und wählen den Typ aus – in diesem Fall Microsoft SQL Server. Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche Erstellen…, um die Details festzulegen.

Auswahl des Typs der Datenquelle

Bild 2: Auswahl des Typs der Datenquelle

Dies liefert den Dialog Verbindungseigenschaften, den Sie bereits von anderen Anwendungen kennen dürften. Dieser wird je nach Auswahl des Typs der Datenquelle mit anderen Eigenschaften angezeigt. Für eine SQL Server-Datenbank sieht der Dialog beispielsweise wie in Bild 3 aus.

Definieren der Verbindungseigenschaften

Bild 3: Definieren der Verbindungseigenschaften

Wenn Sie hingegen eine ODBC-Datenquelle nutzen wollen und dazu im Dialog Eigenschaften der freigegebenen Datenquelle den Eintrag ODBC im Feld Typ auswählen, erhalten Sie den Dialog aus Bild 4 für die Eingabe der Verbindungseigenschaften einer ODBC-Datenquelle.

Verbindungseigenschaften für eine ODBC-Datenquelle

Bild 4: Verbindungseigenschaften für eine ODBC-Datenquelle

Für manche Datenquellentypen gibt es auch gar keinen Dialog, sodass Sie die Verbindungszeichenfolge manuell eintragen müssen – beispielsweise beim Typ XML.

SQL Server-Datenquelle

Wenn Sie mit dem Dialog Verbindungseigenschaften die Daten für eine SQL Server-Datenbank erfassen und das schnell erledigen wollen, haben Sie am besten den Namen des SQL Servers bereits parat. Das Ermitteln der verfügbaren Server mit der Schaltfläche Aktualisieren dauert immer eine Weile.

Wenn Sie jedoch den Namen direkt eintragen, indem Sie diesen entweder auswendig kennen (manchmal reicht ja auch localhost) oder aus dem SQL Server Management Studio kopieren, finden Sie schnell alle verfügbaren Datenbanken in der Liste unter Mit Datenbank verbinden|Datenbanknamen auswählen oder eingeben vor.

Wählen wir hier beispielsweise den Namen Kundenverwaltung aus und schließen den Dialog nach erfolgreichem Test mit der Schaltfläche Testverbindung, erhalten Sie die Verbindungszeichenfolge aus Bild 5.

Verbindungszeichenfolge für eine SQL Server-Datenbank

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